Schulung Sichere Gemeinde in Passau

Am Samstag haben sich 45 motivierte Mitarbeiter aus der EFG Passau und umliegenden Mitarbeiter einen ganzen Tag intensiv zum Thema „Sichere Gemeinde“ schulen lassen. Marc Dittberner hatte sich zum Ziel gesetzt die Teilnehmenden des Seminars positiv zu verunsichern. Was sollte diese positive Verunsicherung bewirken? Die Gruppenmitarbeiter sollten feststellen, dass der Gemeinderahmen leider nicht immer die heile Welt ist die wir uns manchmal wünschen, sondern dass unsere Kids und Jugendlichen in Gemeinden auch immer in der Gefahr stehen, dass sie Opfer von Gewalt jeglicher Art werden können.

Besonders in Freikirchen gibt es einige gemeindetypischen Faktoren die es Tätern einfach machen sich im gemeindlichen Kontext zu bewegen.

Die positive Verunsicherung sollte dazu führen, dass Mitarbeiter mit wachen Sinnen ihre Gruppenstunden gestalten und Rahmenbedingungen schaffen, die Gemeinden zu einem sicheren Ort für Kinder und Jugendliche werden lassen.

Besondere Stille und Betroffenheit herrschte als die Themen Folgen von sexuellem Missbrauch und Täterstrategien behandelt wurden. Bei diesem Thema ist die Bestürzung besonders groß, da kaum vorstellbar ist wie subtil Täterstrategien aussehen können.

Aber auch das Lachen kam im Seminar nicht zu kurz. Die Übung „Was machst du wenn ein Nashorn in den Bus steigt“ haben sicherlich noch viele der Teilnehmenden in Erinnerung und schmunzeln heute noch über die Antwort „Kommt drauf an ob es eine Fahrkarte hat, dann kann es in die letzte Reihe, da ist noch Platz.“

 

Das Seminar bot viel Raum für Rückfragen der Teilnehmenden und so wurden auch viele Fragen gestellt und von eigene Erfahrungen mit dem Thema eingebracht.

Bei der Abschlussrunde signalisierten viele Mitarbeitende, dass ihnen an vielen Stellen die Augen geöffnet wurden und dass sie diese geöffneten Augen dazu nutzen wollen um Gewalt in Gemeinde zu verhindern.

 

Das GJW bietet an dieses Seminar auch in anderen bayrischen Gemeinden durchzuführen und ihre Ehrenamtlichen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Die nächste Schulung findet am 22. September in Regensburg statt.